Operation Hüftgold oder auch Adipositaschirurgie

Tja, heute war es soweit. Ich war das erste mal im Leben bei einer Selbsthilfegruppe (SHG). Genauer gesagt bei einer Adipositas-SHG. Dort sind sehr viele Menschen, die unter starken bis extremen Übergewicht leiden. Und die herkömmlichen Methoden bzw. Diäten keinen nennenswerten oder länger anhaltenden Erfolg gebracht haben.

Ich selbst schleppe derzeit ca. 160 kg mit mir rum. Jegliche Diätversuche oder Ernährungsumstellungen waren nicht von Dauer gekrönt. Immer wieder kam der herbe Rückfall. Die Gründe hierfür sind vielschichtig gewesen. Von es hat ja doch eh keinen Sinn bis zu einem herben Schicksalsschlag in der Familie, der Gewicht völlig unwichtig machte, war bei mir alles dabei.

Es gibt Zeiten da leide ich nicht unter diesem enormen Gewicht, also zumindest nicht seelisch. Und dann wieder habe ich das Gefühl jeder Mensch der mir begegnet hat nichts besseres zu tun, als ausgerecht über mich abzulästern.

Mein Mann hat mich mit ca. 120 kg kennen- und lieben gelernt. Er liebt mich nicht weil ich so dick bin, sondern obwohl ich es bin. Er würde sich es schon wünschen wenn ich weniger wäre.

Mein Sohn kommt aus dem Kiga und erzählt mir das andere Kinder über seine fette Mama lachen. Das tut weh, sehr weh sogar.

Der Grund warum ich diesen Blog angelegt habe: Ich möchte für mich, und jeden der dieses Thema interessiert, festhalten wohin mich mein Weg führt.

Seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, mich operieren zu lassen und mich durch chirurgische Unterstützung zu minimieren. Das wird keine Entscheidung die man zwischen Tür und Angel trifft. So eine Entscheidung hat Konsequenzen. Die können sehr positiv sein, aber auch sehr negativ.

Die SHG soll ein Bestandteil der Entscheidungsfindung werden.

Sicher kann man jetzt sich leicht tun und sagen: He warum frisst die Alte auch soviel, sie ist doch selbst dran schuld. Aber, und ich denke ich spreche jetzt vielen stark Übergewichtigen aus dem Herzen, wenn es so einfach wäre, hätte ich eine Figur wie ein Topmodel. Es gibt Menschen den es nicht schwer fällt sich zu kasteien. Mir fällt es extrem schwer. Das Sättigungsgefühl ist ein Begleiter der sich nicht allzu oft bei mir blicken lässt.

Heute habe ich den ersten Schritt gemacht, auf einem Weg, wo ich noch nicht weiß wohin er mich führen wird.

Ab Samstag bin ich 3 Wochen im Urlaub und in dieser Zeit werde ich sehr viel Zeit haben, mich mit diesem Thema mehr zu beschäftigen. Ich werde dann wohl so gegen Ende Juni Euch erzählen, wie weit meine Entscheidungsfindung gereift ist.

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