Operation Hüftgold

August 27, 2009

Die Zeit rennt

Abgelegt unter: Uncategorized — ichich @ 6:47 am

Irgendwie vergeht die Zeit in den letzten Monatenso schnell, dass mir richtig schwindelig und Angst dabei wird. Warum epfinde ich die Zeit als so schnell. Und am schnellstenist immer die Nacht vorbei. Ihr werdert es kaum glauben, aber mein Kopf liegt kaum auf dem Kopfkissen, da klingelt schon wieder der Wecker. *gäähn*

Apropos Kopfkissen. Mein Mann, der ja schlank ist, liegt auf einen relativ flachen Kissen. Ich brauch immer ein dicken und bauschiges und dazu noch ein Nackenhörnchen. Mein Oberkörper ist also immer erhöht beim schlafen. Wenn ich flach liege habe ich immer das Gefühl, mein ernorm großer Busen drückt mit die Luft ab. Und mein Bauch schiebt den Busen immer weiter nach oben. Wenn ich auch der Seite liege, weiß ich immer net so recht mit meinen Armen wohin.

 

Gesternabend war ich wieder bei der SHG Adipositas im Klinikum Großhadern. Mein Mann war auch dabei um sich das mal anzuhören, was Leute sagenm die eine entsprechende Op schon hinter sich haben. Ich glaube es ist ihm gestern erst klar geworden, dass das alles kein leichter beschwingter Spaziergang wird und dann alles nicht in einem Jahr hinter uns gebracht ist. Wenn ich in einem Jahr die Genehmigung von der Krankenkasse habe, dann bin ich wahrscheinlich schon richtig gut in der Zeit.

Die Krankenkasse ist meine größe Angst. Es gibt keine Richtlinien, woran man sich bei der Antragsstellung haltenkönnte. Die eine KK ist mit einem kurzen persönlichen Anschreiben und Formulierung des Antrags zufrieden. Und die andere KK will nen Roman haben. Und dann unterscheidet es sich noch von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter. Es ist mir durchaus bewusst, dass die KK und ganz speziell die Sachbearbeiter ihre Vorgaben haben, in dessen Rahmen sie entscheiden dürfen, aber ich denke es jeden Menschen klar der ein wenig rechnen kann, das eine Adipositas OP zwar ein recht happiger Kostenfaktor ist, aber die wahrscheinlichen Kosten bei Folgeerkrankung der Adipositas ein vielfaches höher sind.

Noch habe ich keine größeren chronische Folgeerkrankungen. Ich habe keine Hypertonie, Hypercholesterinämie (meine Werte sind bisher immer an der oberen Grenze gewesen), ich habe keine Arthrose und keinen Diabetes. Hoffen wir mal das es auch dabei bleibt.

Ich habe vor ziemlich genau 10 Jahren eine Bandscheiben-OP hinter mich gebracht, die mir damals sehr geholfen hat, aber totzdem habe ich heute immer noch mit entsprechenden Schmerzen zu kämpfen. Die Bandscheibenvorfälle damals habe ich bekommen nach ich ich ziemlich schnell 30kg abgenommen hatte. Mein Arzt sagte damals, das ich für meine brufliche Belastung und für meine Rückenmuskulatur zu schnell war. Denn ich habe nicht nur Fett sonder auch Muskulatur abgenommen und das hat sich bitter gerächt.

Das schlimmste an meinem Gewicht zu jetzigen Zeitpunkt ist, dass mir bei jeglicher körperliche Bewegung die Puste ausgeht. Ich wohne im 5. Stock (ohne Aufzug). Es gibt Tage da komme ich mit einer Verschnaufpause hoch, und dann gibt es wieder Tage, dann brauch ich auf jeden Treppenabsatz eine Verschnaufpause.

Fahrradfahren war ich dieses Jahr noch gar nicht. Die Angst mich zu blamieren ist einfach viel zu groß. Walken war ich auch schon 2 jahre nicht mehr. Die Motivation als dampfendes Walross durch die gegend zu stampfen ist gleich NULL. Was bleibt dann noch? Spazierengehen? Ist alleine doof. Mit meinem Mann kann ich nicht mithalten. Nicht dass er übermäßig schnell läuft, aber für mich einfach zu schnell.

Juli 13, 2009

Die Waage spricht

Abgelegt unter: Uncategorized — ichich @ 5:52 am

Am Freitag war ich dann mal wieder auf der Waage. Und das Ergebnis war wiedermal ernüchternd. 163kg!!!!!!!!!! Ich weiß nicht wo das noch hinführen soll. Es ist deprimierend. Und ich nehme mir jeden Tag erneut vor, kleinere Portionen zu essen, denn das ist allein der Grund, die Größe der Portionen. Denn gesunde Lebensmittel kommen auf jeden Fall bei mir auf den Tisch. Und mit Sahne habe ich schon seit Jahren nicht mehr gekocht. Wenn ein Gericht einen sahnigen Touch braucht, dann kommt immer ein Schuss Kondensmilch ran. Ihr müsstet mich mal sehen, wieviel Obst und Gemüse ich jede Woche kaufe.
Ein Salat ist fast tgl. die Vorspeise. Ohne diesen Salat würde ich höchstwahrscheinlich noch größere Portionen in mich reinschaufeln. Und nein auch das Dressing ist nicht fett. Je nach Menge und Sorte kommen da 2-4 TL Olivenöl ran, alle anderen Zutaten sind frei von Kalorien.

Auf in eine neue Woche mit der Hoffnung dass sie besser werde möge als die letzte!!!!

Juli 6, 2009

wer schenkt mir bitte ein wenig Zeit

Abgelegt unter: Adipositas, Essen, Ungeduld — ichich @ 4:46 am

mir schwirrt so viel im Kopf rum, was ich hier “zu Papier” bringen möchte, aber irgendwie schaffe ich es nicht. Den Stress den ich habe, mach ich mir eigentlich selbst. Ich kann niemanden dafür verantwortlich machen. Mein Hobby hat mich derzeit ganz extrem in Beschlag. Eigentlich sollte ich ein wenig diesbezüglich kürzer treten, aber es ist wie eine Sucht. So ähnlich wie das Essen…………………………..

Und auf der Waage war ich schon wieder seit 2 Wochen nicht. Wäre dingend mal wieder Zeit dafür. Mal sehen ob ich morgen Früh dran denke.

Juni 21, 2009

Die Waage spricht

Abgelegt unter: Uncategorized — ichich @ 12:13 pm

Die Angst vor der Waage ist nach dem Urlaub immer besonders groß. Heute morgen bin ich erst ne Weile drum rum geschlichen, bis ich es dann doch endlich getan habe. Und sie da 158,8kg. Naja wenigstens nicht zugenommen im Urlaub. Und 2 kg abgenommen ist fast schon genial.

Juni 20, 2009

Der Urlaub ist zu Ende

Abgelegt unter: Uncategorized — ichich @ 2:11 pm

Das schöne Nichtstun ist ab kommender Woche auch wieder vorbei. Wobei…genaugenommen ist es schon vorbei. Das ganze Gepäck muss ja wieder verräumt werden und die Unmengen an Klamotten wollen gewaschen und in den Schrank geräumt werden.

Meine Fresslust hielt sich in Grenzen im Urlaub. Die Süßigkeitenschlemmerei hielt sich auch in Grenzen. Allerdings hielt sich auch die Bewegung in Grenzen. Bis zum Pool waren es ca. 30 m und bis zum Strand ca. 100m. Und viel weiter habe ich mich nicht bewegt.

Die deprimierenden Blicke der anderen Urlauber habe ich nicht gespürt oder sie waren nicht da. Eine sehr schöne Erfahrung.

Ich hab mir immer wieder Gedanken gemacht, ob ich den Schritt gehen soll und mich wirklich operieren lasse. Es gab Tage an denen war ich strikt dagegen. Aber die Tage an denen ich mich pro OP entschieden haben, waren in der Mehrzahl.

Kommenden Mittwoch geh ich wieder zur SHG. Und ansonsten werde ich die ersten Schritte Richtig OP machen. Ich werde mir mal einen Termin für ein Beratungsgespräch geben lassen.

Mai 29, 2009

Die Waage spricht…

Abgelegt unter: Gewicht — ichich @ 8:20 am

….vor dem Urlaub ——>160,9 kg

das ist ein ordentlicher Batzen. Gestern abend waren es sogar noch 2 kg mehr. Aber ich hatte heute Nacht das Vergnügen ziemlich oft auf die Toilette wandern zu müssen. Da sind dann 2 kg ein Klacks. Derzeit habe ich sehr starke Wassereinlagerungen. Umso fetter ich werde, umso schlimmer werden die Wassereinlagerungen. Vor 7 Jahren habe ich ca. 136kg gewogen. Damals kannte ich Wassereinlagerungen gar nicht. Das ging bei ca. 140kg los. Und es ist ein sehr unangenehmes Gefühl, wenn man glaubt die Haut ist so gespannt, dass sie jeden Moment aufreisst.

Mai 28, 2009

Das Leben mit zu viel Fett auf den Knochen

Abgelegt unter: Adipositas, Familie, Gewicht — ichich @ 2:51 pm

Es gibt Tage, da fühl ich mich trotz meines schier immensen Gewichtes begehrenswert. Ich froh um jeden dieser Tage. Denn sie sind sehr selten. Die meiste Zeit fühle ich mich einfach nur widerlich. Die Gefühle, wenn ich mich z.B. im Spiegel anschau, kann ich gar nicht in Worte fassen. Ich ekel mich vor mich selbst. Und trotzdem bringt mich dieser Ekel nicht dazu kleinere Portionen zu essen. Das Essen ist dann meine einzige Freude die ich habe. Nichts anderes kann mich aufmuntern. Und so ist man drin in einem Kreislauf, ein Karusell, dass sich immer schneller dreht.
Ich wohne in einem Haus OHNE Aufzug und ich wohne in der 5. Etage. Ich verfluche jeden Tag die Entscheidung dort eingezogen zu sein. Am Anfang erhoffte ich mir durch die, wenn auch nur leicht, gesteigerte Bewegung mehr Kalorienverbrauch und dadurch zumindest die Chance nicht mehr so viel zuzunhemen. Ans abnehmen wage ich kaum zu denken.
Ich möchte weniger wiegen. Ich möchte mich leichter bewegen können. JEtzt ist es nur eine Qual. Auch wenn ich die Notwendigkeit sehe, mich bewegen zu müssen, fällt es mir immens schwer, nach draußen zu gehen, um auch nur spazieren zu gehen. Die Blicke der anderen Menschen, jagen mir Angst ein. Mein Sohn ist eines der Kinder die am längsten im Kiga sind, bis zu 10 Std am Tag. Aber nur, weil ich weiß das er dort unbeschwert spielen kann, regelmäßig an der frischen Luft ist. Ich drück mich wo ich nur kann, mit ihm auf dem Spielplatz zu gehen. Er wünscht sich, mit mir mal Rad zu fahren. Und ich getrau es mir einfach nicht. Mein Mann ist zuweilen auch stinkig, weil am WE MUSS immer er alleine raus mit dem Kleinen, sonst würde mein Sohne das ganze WE in der Bude hocken. Das kann ich ihm nicht antun. Er soll nicht so werden wie seine Mutter. Ich möchte dass er sich die Freude an der Bewegung behält. Vorhin erzählte er mir, dass er sich auf den Sportunterricht in der Schule freut. Solche Worte würden mir nie über die Lippen kommen.

Und trotz allem, der Wunsch mich zu bewegen, ohne wie ein Walross zu schnaufen, ist da und nicht gebrochen. Was bin ich früher gerne schwimmen gegangen und ich war auch viel mit dem Rad unterwegs. Das alles möchte ich wieder tun können. In erster Linie für mich —– und auch für meine Familie. Nur so wie die Situation jetzt kann ich es einfach nicht. Einerseits weil die Kraft und Ausdauer nicht vorhanden ist, ich keine Ahnung habe ob mein Fahrrad mich eigentlich noch aushält und weil immer wieder die Blicke der anderen Menschen, die sich mir offenbaren wie offene Bücher.
In 32 Std. geht die Fahrt los in den Urlaub. Wir fahren ans Meer. Dort werde ich auf jeden Fall schwimmen gehen. Dort kenne ich die Menschen nicht. Da sind mir die Blicke weniger wichtig. Daheim sind es halt die Menschen, denen man teilweise tgl. begegnet.

Das Gedankenkarusell

Abgelegt unter: Adipositas, Familie, Gewicht, Operation — ichich @ 2:00 pm

Es dreht sich wie verrückt. Die Halbe Nacht hab ich wachgelegen. Effektiv hatte ich nur 3 Std. Schlaf. Immer die gleichen Fragen.

Ist das wirklich ein Weg für mich?

Ist es der RICHTIGE Weg für mich?

Habe ich die Kraft und Energie diesen langen Weg zu gehen?

Kann ich auf die Unterstützung meiner Lieben zählen, wie werden Freunde drauf reagieren?

Kann ich geduldigt auf die Entscheidung der KK warten (wenn ich dann irgendwann mal soweit bin)?

Wie wird das Leben nach einer OP sein?

Wenn ich wirklich richtig abnehme, was ist dann mit der überschüssigen Haut? Muss dann weiter operiert werde? Wer zahlt das dann?

etc. etc. etc. etc. etc. etc.etc. etc. etc.etc. etc. etc.etc. etc. etc.etc. etc. etc.etc. etc. etc.etc. etc. etc.etc. etc. etc.etc. etc. etc.etc. etc. etc.

So ging das die halbe Nacht. Eines habe ich mir auf jeden Fall selbst versprochen: ich werde diese Entscheidung ob OP oder nicht,

nicht so zwischen Tür und Angel entscheiden.

Mai 27, 2009

Gewichtsverlauf

Abgelegt unter: Gewicht — ichich @ 10:38 pm

Und wenn es mir noch so schwer fällt, ich werde (es zumindest versuchen) meinen Gewichtsverlauf zu dokumentieren. Keine Ahnung ob ich das nun wöchentlich, täglich oder monatlich mache. Ich werde auf jeden fall am Freitag Früh auf die Waage steigen, damit ich einen Vor-Urlaubscheck und einen Nach-Urlaubscheck habe.

Operation Hüftgold oder auch Adipositaschirurgie

Abgelegt unter: Adipositas, Familie, SHG — Schlagwörter:, — ichich @ 9:19 pm

Tja, heute war es soweit. Ich war das erste mal im Leben bei einer Selbsthilfegruppe (SHG). Genauer gesagt bei einer Adipositas-SHG. Dort sind sehr viele Menschen, die unter starken bis extremen Übergewicht leiden. Und die herkömmlichen Methoden bzw. Diäten keinen nennenswerten oder länger anhaltenden Erfolg gebracht haben.

Ich selbst schleppe derzeit ca. 160 kg mit mir rum. Jegliche Diätversuche oder Ernährungsumstellungen waren nicht von Dauer gekrönt. Immer wieder kam der herbe Rückfall. Die Gründe hierfür sind vielschichtig gewesen. Von es hat ja doch eh keinen Sinn bis zu einem herben Schicksalsschlag in der Familie, der Gewicht völlig unwichtig machte, war bei mir alles dabei.

Es gibt Zeiten da leide ich nicht unter diesem enormen Gewicht, also zumindest nicht seelisch. Und dann wieder habe ich das Gefühl jeder Mensch der mir begegnet hat nichts besseres zu tun, als ausgerecht über mich abzulästern.

Mein Mann hat mich mit ca. 120 kg kennen- und lieben gelernt. Er liebt mich nicht weil ich so dick bin, sondern obwohl ich es bin. Er würde sich es schon wünschen wenn ich weniger wäre.

Mein Sohn kommt aus dem Kiga und erzählt mir das andere Kinder über seine fette Mama lachen. Das tut weh, sehr weh sogar.

Der Grund warum ich diesen Blog angelegt habe: Ich möchte für mich, und jeden der dieses Thema interessiert, festhalten wohin mich mein Weg führt.

Seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, mich operieren zu lassen und mich durch chirurgische Unterstützung zu minimieren. Das wird keine Entscheidung die man zwischen Tür und Angel trifft. So eine Entscheidung hat Konsequenzen. Die können sehr positiv sein, aber auch sehr negativ.

Die SHG soll ein Bestandteil der Entscheidungsfindung werden.

Sicher kann man jetzt sich leicht tun und sagen: He warum frisst die Alte auch soviel, sie ist doch selbst dran schuld. Aber, und ich denke ich spreche jetzt vielen stark Übergewichtigen aus dem Herzen, wenn es so einfach wäre, hätte ich eine Figur wie ein Topmodel. Es gibt Menschen den es nicht schwer fällt sich zu kasteien. Mir fällt es extrem schwer. Das Sättigungsgefühl ist ein Begleiter der sich nicht allzu oft bei mir blicken lässt.

Heute habe ich den ersten Schritt gemacht, auf einem Weg, wo ich noch nicht weiß wohin er mich führen wird.

Ab Samstag bin ich 3 Wochen im Urlaub und in dieser Zeit werde ich sehr viel Zeit haben, mich mit diesem Thema mehr zu beschäftigen. Ich werde dann wohl so gegen Ende Juni Euch erzählen, wie weit meine Entscheidungsfindung gereift ist.

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